Wissenswertes über Speckstein

Speckstein ist eigentlich eine Laune von Mutter Natur, die durch Druck, Hitze und Zeit ein ganz eigenes Gestein geschaffen hat. Bis jetzt ist man nicht in der Lage, Speckstein industriell herzustellen. Wenn man Speckstein einmal in der Hand hatte, dann erklärt sich der Name ganz von selbst. Der Speckstein fühlt sich speckig und seifig an. Deshalb kennt man ihn auch unter der Bezeichnung Seifenstein. Der wissenschaftliche Name für Speckstein lautet Steatit, was so viel heißt, wie fettähnlich und dabei handelt es sich um die verdichtete Form des Minerals Talk. Da Speckstein eine hohe Dichte aufweist, lässt es sich, aufgrund des spezifischen Gewichts, gut bearbeiten.
Auf der Härteskala erreicht Speckstein den Wert eins. Im Vergleich dazu erreicht ein Diamant den Wert zehn.

Weiches Material und doch unglaublich praktisch

Die Härteskala dient der Bestimmung von Härtegraden, nicht nur von Mineralien, sondern auch von Metallen und anderen Produkten. Die Skala reicht von eins, sehr weich, bis zehn, sehr hart. Speckstein lässt sich, wie andere weiche Mineralien auch, mit dem Fingernagel einritzen. Ein Material mit dem Härtegrad drei erfordert schon einen Kupfernagel. Ein Stahlmesser genügt bis Härtegrad fünf und eine gute Feile benötigt man bei Härtegrad sieben. Bei Mineralien, die einen sehr hohen Härtegrad haben, wird dann geprüft, ob das Mineral in Glas ritzt. Das ist ungefähr ab dem Härtegrad sechs möglich.

Specksteine gibt es in verschiedenen Farben. Um herauszufinden, welche Farbe der Speckstein hat, arbeitet man mit einem Trick. Specksteine gibt es in weiß, lila, rosa, grün, blau bis hin zu schwarz. Die eigentliche Farbe des Specksteins kann man erkennen, wenn man eine Schnittstelle mit Wasser besprüht. Dort zeigt sich dann die Grundfarbe des Steins. Ob es Einschlüsse von anderen Farben gibt, kann man aber erst erkennen, wenn man den Speckstein bearbeitet.