Wie macht eigentlich ein Ofen so schön warm?

Ein paar Scheite Holz in den Brennraum eines Ofens und innerhalb weniger Minuten nach dem Anzünden des Brennmaterials wärmt ein Kamin den Raum. Aber wie funktioniert eigentlich so ein Ofen?

Der Aufbau eines Ofens

Kaminöfen überzeugen durch ihre Funktion, ihre Qualität und ihren Sicherheitsstandard. Sie werden im Labor auf alle Kriterien geprüft. Viele Hersteller erstellen und konstruieren ihre Öfen nach dem gleichen Konstruktionsprinzip. Die Öfen sind alle so aufgebaut, dass in einem Brennraum das Brennmaterial verbrannt wird. Dieser Brennraum wird beispielsweise aus keramischem Kunststoff oder Schamottsteinen gefertigt, damit er feuerfest ist. Durch einen Rost im Brennraum fällt die Asche nach unten, sodass man sie entfernen kann. Weiterhin gibt es im Brennraum in der Regel einen sogenannten Holzfang, der verhindert, dass umkippendes Brennmaterial gegen die Tür oder die Scheiben, beziehungsweise aus dem offenen Kamin, fällt. Geschlossene Kaminöfen besitzen außerdem eine Tür, bei offenen Kaminen findet die Verbrennung dagegen nicht hinter Glas statt. Beim geschlossenen Kamin muss man die Tür zum Brennraum öffnen, um Brennmaterial nachzulegen. Durch Sichtscheiben, die natürlich aus feuerfestem Glas produziert sind, hat man einen herrlichen Blick auf das Feuer.

Auch der Ofen braucht frische Luft

Unbedingt notwendig sind außerdem eine Frischluftzufuhr und einen Rauchabzug. Das Kaminfeuer benötigt zum Verbrennen Sauerstoff und diesen zieht es aus der Luft. Inzwischen werden hier beim Kamin jedoch unterschiedliche Systeme der Luftzufuhr unterschieden. Eher einfach konstruiert sind raumluftabhängige Kamine. Wie der Name schon sagt, beziehen sie den notwendigen Sauerstoff aus der Luft im Wohnraum. Offene Kamine sind natürlich per se raumluftabhängige Kamine. Dies ist auch kein Problem, wenn die Wohnräume nicht übermäßig stark gedämmt sind. In Niedrigenergie- oder Passivhäusern jedoch findet durch die starke Dämmung nicht mehr genügend Luftzirkulation statt. So würde der Sauerstoff beim Betrieb eines Kamins nicht ausreichen. Aus diesem Grund werden hier raumluftunabhängige Systeme eingesetzt, die eine Frischluftzufuhr von außen ermöglichen.

Beide Systeme gestatten es jedoch, die Zufuhr von Luft, beziehungsweise Sauerstoff, zu regulieren. Durch diese Regulierung kann man die Verbrennung in ihrer Geschwindigkeit und Stärke variieren. Grob gesagt, führt eine intensive Sauerstoffzufuhr dazu, dass das Brennmaterial sehr schnell und unter großer Hitzeerzeugung verbrennt. Für den Dauerbetrieb setzt man dagegen eine weniger intensive Sauerstoffzufuhr ein, wodurch das Material bei geringerer Wärmeleistung langsamer verbrennt. Zum Anheizen des Kamins empfiehlt es sich also, erst einmal reichlich Luft zuzuführen. Ist die Verbrennung erst einmal in Gang gesetzt, so kann man die Frischluftzufuhr drosseln.

Besonders Festbrennstoffe lassen sich nicht immer ganz einfach entzünden. Hier sollte man auf jeden Fall spezielle Kaminanzünder oder Kleinholz und Pappe oder Papier einsetzen, um den Kamin in Gang zu bringen. Auf keinen Fall darf man hier mit Spiritus oder ähnlichem nachhelfen. Dies kann zu gefährlichen Verbrennungen und Wohnungsbränden führen.