Weshalb ein Ofen nicht nur schön wärmt oder kurz um: die vielen Vorteile eines Ofens

Obwohl die Menschheit schon seit Jahrtausenden um die Vorteile des Feuers weiß, erleben Öfen – nach einigen Jahrzehnten Abstinenz in den deutschen Haushalten – erneut eine Renaissance. Denn fossile Brennstoffe sind im Vergleich zu Holz schlichtweg teuer. Außerdem ist die Auswahl zwischen verschiedenen Typen und Stilrichtungen heute so groß wie nie zuvor.

Grundöfen – die optimale Zusatzheizung an kalten Tagen

Um die Vorteile des Grundofens zu verstehen, muss man sich vor Augen halten, dass der Grundofen die weiterentwickelte Form der ursprünglichen Öfen ist, mit denen bereits seit vielen Jahrhunderten Räume beheizt wurden. Deshalb bietet der Grundofen auch heute noch eine langanhaltende und gleichmäßige Wärme, bei nahezu optimaler Ausnutzung des Brennmaterials. Das stellt vor allem den Aspekt der Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund, da mit vergleichsweise wenig Brennmaterial viel Wärme erzeugt werden kann.
Weiterhin erzeugt ein Grundofen eine so genannte Strahlungswärme, die bereits als angenehm und warm empfunden wird, wenn Temperaturen von bis zu 20 C° erzeugt werden. Im Vergleich müssen Zentralheizungen erst einmal Temperaturen von 24 C° erreichen, um die gefühlte Wärme als angenehm zu empfinden.

Der gute alte Kachelofen bleibt zeitlos

Der heutige Kachelofen kombiniert eine lang anhaltende Wärmespeicherung mit den Eigenschaften eines Warmluftofens. Das heißt, die Wärme wird nicht nur über die Strahlungswärme an den Raum abgegeben, sondern die Lufterwärmung passiert auch durch zusätzliche Eisenkonstruktionen im Ofen, da Metall Wärme schneller leitet als Stein. Deshalb sind auch die Vorteile des Kachelofens identisch mit denen des Grundofens. Lediglich die schnellere Raumerwärmung beim Kachelofen ist ein Vorteil, den er dem Grundofen voraushat.

Kaminöfen spenden innerhalb von wenigen Minuten Wärme

Kaminöfen hingegen werden in der Regel aus Gusseisen oder – bei modernen Kaminen ist das häufig der Fall – Stahlblech produziert. Sie verfügen über eine Brennkammer, Aschevorrichtung und zwei Verrieglungstüren. In der Brennkammer verbrennt ein Brennstoff und die Wärme wird direkt an den Raum abgegeben, die je nach Modell aber durch beispielsweise außen angebrachter Speckstein oder Marmor gespeichert wird.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist der, dass der Kaminofen eine nützliche Zusatzheizquelle ist. Kaminöfen heizen schnell auf und zaubern in nur wenigen Minuten eine behagliche Wärme in den Raum. Zudem ist es nicht unterschätzen, dass man dem lodernden Feuer durch den Sichtschutz aus Glas zusehen kann. Viele Menschen schaffen sich einen Kamin an, weil er nicht nur nützlich, sondern auch effektvoll sein soll.

Ein bisschen Wärme und sehr viel Gemütlichkeit – der offene Kamin

Der offene Kamin, der am beliebtesten ist, ist nur für den gelegentlichen Gebrauch geeignet. Verglichen mit den anderen Kaminarten sind hier große Mengen an Brennmaterial nötig, um den Raum vollständig zu erwärmen, weil durch die permanente Luftzufuhr Holz schneller abbrennt. Trotzdem ist der offene Kamin so beliebt, weil er sehr stilvoll ist und ein romantisches Flair erzeugt. Die Kaminecke selbst wird relativ schnell erwärmt. Den meisten Menschen, die sich einen offenen Kamin kaufen, ist die Nutzung als Wärmequelle nicht vordergründig wichtig. Für die stellt dies nur einen nebensächlichen Vorteil dar. Beim offenen Kamin zählt ausschließlich die Gemütlichkeit, die die Mehrkosten, aufgrund des hohen Verbrauchs von Brennmaterial, wieder wettmacht.

Der multifunktionelle Heizkamin

Ein Heizkamin hat die gleichen Funktionsprinzipien wie ein Grund- oder Kachelofen. Allerdings sind diese kombiniert mit verschiedenen wärmespeichernden Baumaterialien. Somit ist ganz klar, dass sich ein Heizkamin sowohl als Teilheizungssystem, aber auch als Vollheizungssystem nutzen lässt. Dadurch, dass man die Größe der Sichtfläche wählen kann, wird ein gemütliches Ambiente erzeugt, ähnlich dem des offenen Kamins. Ein Heizkamin ist in jedem Fall eine nachhaltige Investition in mehr Komfort, da man die verschiedenen Brennstoffe miteinander kombinieren kann, beziehungsweise wegen der Kombinationsmöglichkeiten mit anderen hausinternen Energiequellen.

Für welche Variante des Kamins der Verbraucher sich auch entscheidet, einige Vorteile haben alle Modelle gemeinsam: Sie sind unglaublich schön anzusehen und sie sind echte Sparer. Das liegt daran, dass Brennstoffe, wie zum Beispiel Kaminholz, Pellets aus Holzspänen oder Kaminbriketts aus Braunkohle häufig viel günstiger sind als Erdgas oder Heizöl.

Auch die angenehme Wärme, die von einem Kamin ausgeht hat seine Vorteile. Das kommt dadurch, dass Kamine Wärme abstrahlen, die von den Wänden, der Decke und dem Fußboden aufgenommen wird und dann reflektiert wird. Diese so genannte Strahlungswärme ist vom Empfinden her wesentlich angenehmer als die herkömmliche Heizungsluft.