Qualität ist alles – auch bei einer Kaminzange

Grundsätzlich ist billig nicht mit verminderter Qualität gleichzusetzen, auch hochwertige und vor allem kostspielige Produkte können Mängel aufweisen – in der Regel allerdings seltener. Bei Kamin- oder Ofenzangen verhält sich das nicht viel anders.

Das Gelenk der Kaminzange weist oft Mängel auf

Betrachten sollte man hier immer zunächst einmal die Form des Gelenks – oder fachsprachlich auch das Gewerbe genannt. Bei preisgünstigen Modellen liegen die Zangenhebel übereinander und werden nur durch einen Bolzen verbunden. Dies bezeichnet man als aufgelegtes Gelenk. Alternativ gibt es das durchgesteckte Gelenk. Hier verläuft ein Zangenschenkel durch eine weitere Öffnung auf der anderen Seite, im anderen Schenkel der Zange. Die Herstellung ist bei diesem Modell etwas aufwändiger, dafür ist eine Haltbarkeit auch dann noch gegeben, wenn der Gelenkbolzen ausgeschlagen ist.

Kaminzange ist nicht gleich Kaminzange

Die Kamin- und Ofenzange selbst sollte nicht unnötig schwer sein. Dafür ist es jedoch wichtig, dass sie gut ausbalanciert ist, vor allem dann, wenn man schweres Brennmaterial, wie etwa Holz, damit sicher an seinen Platz transportieren möchte. Dementsprechend muss im Gegenzug auch bei einer leichten Zange gewährleistet sein, dass ihre Tragkraft auf das Gewicht des Brennmaterials ausgelegt ist.

Ebenso muss auch der Zangenkopf, dem Brennmaterial entsprechend, ausgewählt werden. Es gibt sogenannte Krokodilszangen, die sich durch spitze Greifzähne auszeichnen und so einen soliden Halt gewährleisten. Bei Holz funktioniert das hervorragend. Andere Brennmaterialien, zum Beispiel die runden Eierkohlen, rutschen durch den zu festen Griff einer solchen Zange gern heraus. Hier sollte der Zangenkopf besser aus zwei mulden- oder schalenförmigen Griffen bestehen.

Ein weiteres Auswahlkriterium ist oftmals die Einhandbedienung einer Kamin- und Ofenzange. Aus Sicherheitsgründen sind heutige Öfen oftmals mit Türen ausgestattet, die während der Arbeit mit dem Brennmaterial mit einer Hand offen gehalten werden müssen. Aus diesem Grund ist der Umgang mit einer Zweihandzange dann oftmals nicht mehr möglich.

Ob man eine Zange mit oder ohne Beschichtung wählt, ist eher Geschmackssache. Die Beschichtung soll vor Kratzern und Stößen schützen, so dass die Zange länger neuwertig aussieht. Dabei sollte man jedoch auf die Qualität dieser Beschichtung ein besonderes Augenmerk haben.

Abschließend noch ein Hinweis zu den Abmessungen der Zange. Griffabstand und Öffnung des Zangenkopfes, sowie die Länge der Zangenhebel, sind natürlich wichtig. Sind die Griffe, ähnlich wie bei einer Schere, mit Öffnungen geformt, so müssen diese unbedingt zu der eigenen Hand passen. Eine filigrane Zange, bei der der Daumen nicht durch die vorgesehene Öffnung passt, nützt wenig. Da diese Zangen aber wegen ihres formschönen Designs gern genutzt werden, sollten hier einfach die entsprechenden Maße vor der Auswahl geprüft werden.