Praktische Tipps für den Kauf von Holz

Kaminholz hat nicht nur aus globalen, also weltwirtschaftlichen und Umweltschutzgründen, eine ganz besondere Bedeutung als Brennmaterial für Kamine. Kein Feuer knistert so schön, wie ein Kaminholzfeuer und keines verströmt so einen behaglichen und angenehmen Geruch wie ein Holzfeuer. Nicht umsonst werden Flammen von Dekokaminen so “manipuliert” dass sie wie Flammen eines Holzfeuers aussehen. Holz dürfte außerdem der erste nutzbar gemachte Brennstoff überhaupt gewesen sein. Damit sind wir Menschen – und auch unsere Entwicklung – diesem wertvollen Rohstoff besonders verbunden. Kein Wunder also, dass ein prasselndes Kaminfeuer mit seinen Holzscheiten in uns oftmals sehr tiefgründige Stimmungen auslöst.

Doch Holz ist nicht gleich Holz. Jede Holzart besitzt eine andere Heizleistung, verbrennt anders und gibt unterschiedlich lange Wärme ab. Am besten eignen sich Eiche, Buche, Birke, Linde, Kastanie, Kiefer und Tanne zum Verbrennen für den Ofen.

Was ist denn nur Stammholz?

Wer Kaminholz einkaufen möchte, sollte sich vorher möglichst mit den Begrifflichkeiten vertraut machen. So unterscheidet man beispielsweise Stammholz, beziehungsweise Langholz, von Scheit- beziehungsweise Stückholz. Stammholz ist eine größere Holzeinheit, ungesägt oder auf rund einen Meter lange Stücke gekürzt, sind die Holzstämme relativ günstig zu bekommen. Da sie so jedoch zum Heizen nicht verwendet werden können, müssen sie selbst gespalten oder geschnitten werden, um in den Brennraum zu passen. Scheitholz ist bereits auf Maß geschnitten, standardmäßig sind hier Längen von 25 oder 33 Zentimeter zu bekommen. Der zusätzliche Aufwand muss natürlich auch entsprechend bezahlt werden. Nicht vergessen darf man auch das Klein- oder Anmachholz. Diese meist dünnen Reststücke werden beim Entzünden des Feuers benötigt, da sie schneller brennen.

Wie man den Raummeter für Holz berechnet

Ebenfalls beachtenswert sind die Einheiten, in denen Kaminholz verkauft wird. Hier spricht man von Festmetern, Raummetern beziehungsweise Schüttraummetern. Ein Festmeter ist ein eher mathematischer Wert und bezeichnet einen Würfel mit jeweils einem Meter Kantenlänge. Um ihn auszufüllen müsste das Holz ohne Luftzwischenräume gelagert werden können. Da dies wegen der Oberflächenbeschaffenheit von Holz in der Praxis nicht machbar ist, wird diese Einheit faktisch kaum genutzt. Wesentlich üblicher ist das Maß des Raummeters. Auch hier wird als Grundlage wieder ein Würfel mit einer Kantenlänge von je einem Meter gewählt. Dabei werden jedoch die natürlichen Luftzwischenräume mitgezählt. Von der Holzmenge entspricht daher ein Festmeter circa 1,6 Raummetern Kaminholz.

Ein weiteres gebräuchliches Maß ist der Schüttraummeter. Hier wird das Kaminholz in einem Behälter mit dem Festmetermaß hineingeschüttet und nicht ordentlich aufgestapelt. Durch die dabei entstehenden großen Luftzwischenräume enthält ein Schüttraummeter also wesentlich weniger Brennholz als ein Raummeter. Man kann sagen, dass ein Schüttraummeter Holz etwa 0,7 Raummetern und 0,4 Festmetern Holz entspricht, wenn man bei den Scheiten von einer Länge von 33 Zentimetern ausgeht.