Nicht immer ist alles Gold was glänzt – auch bei einem Kamin nicht

Zwischen den Menschen und dem Feuer besteht seit jeher eine historische und symbolgeladene Verbindung. Die offene Feuerstelle entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einer überlebenswichtigen Notwendigkeit hin zu einem Element häuslichen Komforts. Feuer jedoch ist sowohl eine faszinierende Urgewalt, als auch ein gefährliches Element. Während die Menschen das Feuer früher immer mit einem gewissen Grad an Furcht behandelten, ist dieser Instinkt heute fast verschwunden. Bedingt durch die vielen technischen Errungenschaften rund um das Thema Feuer und Kamin scheint die Angst vor dem Feuer fast verloren gegangen zu sein.
Trotz aller Vorteile, die Kamine bieten können, sollte man aber auch die Nachteile nicht außer Acht lassen. Diese Nachteile sind bei jeder Kaminart etwas anders gelagert.

Der Grundofen – ein wenig Geduld muss man mit ihm schon haben

Beim Grundofen gibt es ein paar geringfügige Dinge, die sich ein wenig nachteilig für ihn auswirken. Da wäre der Aufbau des Grundofens, an den man am besten einen Fachmann lässt, aber dann auch mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.
Außerdem braucht er ein bisschen Zeit, bis er den Raum erwärmt. Etwa zwei bis drei Stunden muss man schon rechnen, bis die Wärme eintritt.
Wird der Grundofen allerdings nur als Zusatzheizquelle genutzt, macht so etwas eigentlich nur wenig aus.

Der offene Kamin frisst gerne sehr viel Holz

Offene Feuerstellen gab es schon in frühgeschichtlichen Zeiten, aber überall Ruß und gesundheitliche Beeinträchtigungen führten schlussendlich zu einem “richtigen” Ofen. Deshalb ist von einer Dauernutzung bei einem offenen Kamin einfach abzuraten. Außerdem ist der offene Kamin durch seine hohe Luftzufuhr ein wahrer Holzfresser, der große Mengen Brennmaterialien bei einer dauerhaften Nutzung verschlingen würde.

Ethanol-Kamine bieten keine Heizmöglichkeiten

Sehr ins Kreuzfeuer der Kritik geraten sind die so genannten Ethanol Kamine. Die Hersteller machten Versprechungen, wie Kaminfeuer genießen, ganz ohne Schornstein, oder einfach aufbauen und eine behagliche Atmosphäre genießen. Doch durch den unübersichtlichen Markt sind die Ethanol-Kamine vor allem in den Fragen des Sicherheitsstandards sehr in die Kritik geraten. Ein großer Nachteil der Ethanol Kamine liegt auf der Hand. Diese Kamine, da sie nicht über einen Schornstein verfügen, eigenen sich nicht zum Heizen. Auch, wenn die Anbieter mit solchen Versprechungen werben, so entsprechen sie nicht der Wahrheit. Warum diese Versprechen falsch sind, lässt sich ganz einfach nachweisen. Beim Verbrennen von Ethanol entsteht Kohlenstoffdioxyd und Wasser. Aus diesem Grund muss nach dem Betrieb eines solchen Ethanol Kamins immer ausreichend gelüftet werden, was den Heizeffekt zunichtemacht. Sorgt man nicht für eine ausreichende Lüftung, kann sich das Wasser im schlimmsten Fall an der Wand absetzen und dort für Schimmel sorgen. Weiterhin ist der Brennstoff Ethanol recht teuer.

Grundsätzlich gilt, jede Variante eines Kamins hat ihre Vorteile, aber auch ihre Nachteile. Man muss sich vor der Anschaffung gut überlegen, welchem Zweck der Kamin dienen soll und welche Räumlichkeiten als Standort für den Kamin in Frage kommen. Nur so kann man sich schließlich für die richtige Variante des Kamins für seine eigenen Bedürfnisse entscheiden. Hier nicht das richtige oder falsche Produkt, sondern man kann sich nur für ein unpassendes Produkt entscheiden, weil die eigenen Bedürfnisse unklar waren.