Mit der Industrialisierung kam die Massenproduktion der Kachelöfen

In der Zwischenzeit wurden die Kacheln als eine Form der Massenware in den Manufakturen hergestellt. Hierbei wurde die Baugröße dem regional benötigten Wärmebedarf angepasst. Zudem wurde dieser Bedarf durch Handwerksregeln landsmannschaftlich als Standard festgesetzt.

Allerdings gab es auch in Teilen technische Rückschritte. Dies wurde deutlich, als sich die Menschen ca. in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Zeit des Historismus an die bisher bekannten und auch älteren Ofenformen erinnert haben. So kam es, dass wieder die alten Hinterlader-Öfen gebaut wurden.

 

Im Jahr 1952 entstanden die ersten DIN-Normen für den Kachelofen, die aus den Handwerksregeln und unzähligen Erfahrungswerten zum Thema Raumheizvermögen entstanden sind. Später wurden diese in die sogenannten Reichsgrundsätze umgewandelt. Nach dem zweiten Weltkrieg hießen sie allerdings wieder DIN-Normen.

In der DIN 1289 ist auch heute noch Gültigkeit zu finden. Sie stammt aus dem Jahr 1928 und nennt sich Feuergeschränk für Kachelöfen; Fülltür und Füllfeuerung und hatte den Zweck, die Kachelöfen je nach Stärke ihrer Außenwand in eine leichte, mittelschwere oder sogar schwere Bauart einzuteilen. Zudem erteilte sie Informationen hinsichtlich Planungswerte über Raumheizvermögen, Masse und die Speicherdauer.