Kosten für das Brennmaterial

Ein Ofen kann natürlich ohne Brennmaterial nicht wärmen – wenn man nicht gerade einen eigenen Wald besitzt oder eine Ölquelle im Garten, muss man für Brennmaterialien zahlen. Ein bisschen Rechnen lohnt sich in Sachen Brennmaterialien schon. Schließlich können hier die Preise äußerst unterschiedlich sein. Gerade fossile Brennstoffe werden in Zukunft nicht günstiger werden, sondern eher teurer. Allein deshalb macht es Sinn, auf regenerative Brennstoffe zu setzen. Interessant können auch Öfen sein, die einen Betrieb mit unterschiedlichen Brennmaterialien ermöglichen. So kann man das Material verwerten, welches gerade günstig zu bekommen ist. Es gibt zum Beispiel sogenannte Festbrennstofföfen, in denen Holz, Kohle oder Briketts verheizt werden können.

Nachwachsende Brennmaterialien liegen im Trend

Außerdem sind schon heute fossile Brennstoffe Regel bereits teurer als nachwachsende, regenerative Energiequellen. Allerdings sorgt die steigende Nachfrage nach Holz hier auch für durchaus steigende Preise. Die Entwicklungen auf dem Energiesektor können daher natürlich nie gänzlich abgesehen werden. Sicherlich kann es aber sinnvoll sein, sich für Brennstoffe zu entscheiden, deren Preise unabhängig von den Ölpreisen festgelegt werden – allein der Umwelt zuliebe.

Heizkosten berechnen

Man muss bei der Überlegung, welches Brennmaterial am Günstigsten ist, aber auch wissen, was man eigentlich vergleichen muss. So wird beispielsweise der Gaspreis in Kilowattstunden angegeben, während bei Brennholz ein Raummeter eine übliche Messgröße ist. Öl wird dagegen wiederum nach Litern abgerechnet und Pellets oftmals nach Kilogramm.

Nun benötigt man aber auch noch einen Umrechnungsfaktor, mit dem man die einzelnen Werte miteinander vergleichen kann. Dies ist der Brennwert, gemessen in Kilowatt (kW). Als Grundlage nimmt dabei beispielsweise einen Liter Heizöl. Diese Menge entspricht dem Heizwert von einem Kubikmeter Erdgas und 1,5 Litern Flüssig- oder Propangas. Um mit Holzpellets einen entsprechenden Heizwert zu erhalten werden 2 Kilogramm dieses Brennstoffes benötigt. Die gleiche Menge ist auch bei Briketts zu veranschlagen. Bei Brennholz müsste man rund 2,5 Kilogramm Holz mit einer Restfeuchte von 15 bis 20 Prozent einsetzen, um den gleichen Heizwert wie bei einem Liter Heizöl zu erreichen.

Die Rohstoff- beziehungsweise Brennmaterialpreise variieren natürlich ständig in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage sowie den weltwirtschaftlichen Entwicklungen. Grundsätzlich sind aber einige Trends und Richtungen erkennbar, an denen man sich orientieren kann. So ist Heizöl und Flüssiggas sicherlich am Teuersten, gemessen pro Kilowattstunde (kWh). Briketts kosten hier schon nur die Hälfte. Holzpellets schlagen beim Heizen dagegen mit etwa einem Drittel der Kosten von Heizöl oder Flüssiggas zu Buche. Fertig gehacktes Brennholz liegt preislich nur sehr knapp unter den Pellets. Für selbst geworbenes Brennholz muss man dagegen nur knapp die Hälfte der Pelletpreise veranschlagen. Die entspricht rund einem Sechstel der Preise für Öl oder Gas.