Kamine aus dem Baumarkt

Stromkosten und auch die Heizkosten werden immer höher und so kommt bei vielen Haushalten die Idee auf, sich einen Kamin anzuschaffen. Der Kann bietet gleich zwei Vorteile. Er erzeugt nicht nur günstige, sondern auch umweltfreundliche Wärme. Allerdings sollte man sich schon vor dem Kauf eines Kamins über einige Aspekte Gedanken machen. Dazu gehören nicht nur die Art des Kamins, sondern auch, ob man das gewünschte Modell in einem Kaminstudio oder im Baumarkt ersteht. Beide Varianten haben ihre Vorteile, aber auch ihre Nachteile.

Pro und Kontra beim Kauf eines Kamins aus dem Baumarkt

Im Baumarkt kann man einen Kamin bereits für unter 200 Euro erhalten, während das günstigste Modell im Kaminstudio erst ab 800 Euro zu erwerben ist. Allerdings ist der Kaminofen aus dem Baumarkt auch oft nicht mehr wert als 200 Euro. Obwohl die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist, muss der Kunde jedoch bezüglich Haltbarkeit, Verarbeitung, Material und auch beim Heizkomfort einige Einbußen hinnehmen. Doch auch im Baumarkt kann man Markengeräte erwerben, die mit einem Durchschnittspreis von 600 Euro, immer noch günstiger sind als ihr Pendant im Fachgeschäft. Ein weiterer Nachteil, den man im Baumarkt in Kauf nehmen muss, ist der weniger gute Service und die weniger ausführlichere Beratung als im Fachgeschäft. Auch der Einbauservice, den viele Baumärkte anbieten, ist zwar günstiger als der Einbauservice im Kaminstudio, hat aber den Nachteil, dass man sich den Handwerker nicht selbst aussuchen kann.

Kamine aus dem Baumarkt – wirklich wärmeeffizient?

Obwohl bei einem Kamin aus dem Baumarkt ein einfaches technisches Prinzip zum Einsatz kommt, nämlich dass nur Raumwärme erzeugt wird, so sind bei einem Kamin aus dem Baumarkt klare Abstriche bei der Wirtschaftlichkeit zu machen. Der Wirkungsgrad eines solchen Kamins aus dem Baumarkt liegt oft nur bei zwanzig Prozent. Bei Kaminen, die in der Anschaffung sehr günstig sind, dafür aber qualitativ nicht so hochwertig sind, kann bei Bedienungsfehlern einiges kaputt gehen. So kann sich zum Beispiel die Ofentür verziehen, der Lufteintritt kann falsch sein und das Feuer somit unkontrolliert abfackeln. Die Folge davon ist, dass sich Teile des Ofens verziehen können. Ein weiteres Problem bei den günstigen Kaminen aus dem Baumarkt ist es, das die Schamottsteine häufig reißen. Das wiederum hat nicht nur negative Folgen für die Heizwirkung, sondern zieht auch Folgekosten nach sich. Die Höhe dieser Kosten lässt sich leider nicht immer im Vorfeld konkret bemessen. Auch ein günstiger Anschaffungspreis ist kein Grund dafür, das Geld sprichwörtlich im Ofen zu verbrennen.

Hat man sich als Verbraucher nach einem gründlichen Abwägens des Für und Wider für einen Kamin aus dem Baumarkt entschieden, so gilt es einige Punkte zu beachten. Zum Beispiel sollte man sich zu folgenden Fragen dringend von einem Mitarbeiter des Baumarktes beraten lassen. Dazu gehören die Fragen, ob es einen Werkskundendienst gibt oder ob einzelne Bauteile von der Garantieleistung ausgenommen sind. Wenn von vornherein ein Handschuh mit zum Kamin gehört, sollte man nachfragen, ob der Griff heiß wird. Zu den wichtigen Fragen zählen auch noch, wie schmutzig die Scheibe wird und welche Sicherheitsabstände von den Möbeln einzuhalten sind.

Doch auch schon ohne Beratung kann man einiges selbst über den Kaminofen herausfinden, wenn man auf folgende Details achtet. Es ist unerlässlich, dass man sich die Griffe und den Korpus genau anschaut, um heraus zu finden, ob sich dort vielleicht schon erste Roststellen zeigen. Die Verbraucher sollten bei der Tür, dem Türgriff und dem Rohr ruhig richtig zugreifen und sich davon überzeugen, ob diese Teile wackeln. Weiterhin sollte man sich vergewissern, dass es keine ungesicherten Öffnungen gibt, und dass die Tür stabil und verwindungssicher ist.