Kachelofen – ein Stück wärmendes Zuhause

In der Regel wird unter einem Kachelofen ein aus Schamottesteinen zusammengesetzter Zimmerofen verstanden, der mit Brennmitteln, wie zum Beispiel Holz oder Briketts betrieben wird und mit Kacheln verkleidet wurde.
Die Vorläufer der Kachelöfen waren die in Häuser eingebauten Backöfen oder auch überwölbten Herdfeuerungen. Dorthin bewegte sich der Backofen im Laufe der Jahre mit seinem wärmenden Ofenkörper. Hierbei verblieb die Seite zur Beheizung allerdings in der Küche, die oftmals als Wohnküche genutzt wurde. Durch diese Veränderungen entstand ein beheizbarer Raum, der dennoch sauber gehalten werden konnte.

 

Es begann mit Lehm – die Entwicklung des Kachelofens

Zu Beginn hatten diese Öfen in der Regel eine Oberfläche aus Lehm und Kalk. Zunächst wurden zu diesem Zweck und auch aus Gründen der vereinfachten Konstruktion, in die Gewölbe Bauteile eingebaut, die von dem Töpfer, auch Hafner genannt, speziell zu diesem Zweck hergestellt hatte. Bei diesen Bauteilen handelte es sich um konvexe und auch konkave Schüssen und Becher. Allerdings wurde schnell bemerkt, dass die gewünschte Wärmeübertragung an den Stellen besser zu erzielen war, an denen keramische Bauteile genutzt wurden. Auf lange Sicht wurden immer häufiger solche Bauteile eingesetzt, bis am Ende die bekannten Kachelöfen entstanden sind. Die Entwicklung der Kachelbauteile zog ebenfalls die Entwicklung diverser Typ-Varianten mit sich. Die Kachelbauteile konnten direkt aneinander gesetzt werden. Aus dieser Handlung entstand die damalige Berufsbezeichnung Ofensetzer.