Holzpellet-Anlagen werden staatlich gefördert

Für das Heizen mit Pellets braucht es ein spezielles Gerät. Die meisten Holzöfen sind nämlich aufgrund ihres Aufbaus überhaupt nicht in der Lage Pellets zu verbrennen. Ausnahmen bestätigen aber wie immer auch die Regel und so gibt es durchaus einige Modelle, die zu einer Pelletsheizung umfunktioniert werden können.

Pellets brauchen Platz – deshalb Lagermöglichkeiten vor dem Kauf schaffen

Wer Holzpellets nutzen möchte, der muss sich zusätzlich Gedanken über die Lagerung machen. Ein trockener Raum wird hier auf jeden Fall benötigt. Um das Schüttgut unterzubringen, gibt es im Wesentlichen zwei praxistaugliche Varianten. Die erste ist, dass die Pellets lose in einer Art Tanklastzug angeliefert werden. Sie werden dann durch Luftströme über Rohre in den Lagerraum geblasen. Diese Variante eignet sich besonders dann, wenn man seinen Pelletofen auch überwiegend zu Heizzwecken verwendet, also einen großen Bedarf an Holzpellets hat.

Eine weitere verbreitete Liefer- und Lagervariante sind die sogenannten Bigpacks, die in der Regel 1.000 kg Gewicht aufweisen. Für die Anlieferung muss bedacht werden, dass die Lagerräume entsprechend große Tore oder Türen benötigen, um ein Bigpack mit Pellets mit einem Transportfahrzeug hinein zu befördern. Schließlich gibt es noch die Variante in Kleinmengen abgepackter Pellets. Sie werden bei größerer Abnahmemenge auf Paletten geliefert und sind durch die Plastikverpackung auch etwas weniger empfindlich gegen Feuchtigkeit. Allerdings sind sie wegen des hohen Verpackungsaufwandes natürlich auch wieder etwas teurer.

Das besonders praktische an Holzpellets ist, dass sie, ohne große Verschmutzungen zu verursachen, zum Heizen genutzt werden können. Sie machen keinen großartigen Schmutz oder Staub, wie etwa Holz oder Kohle, und lassen sich bei geringem Bedarf auch gut von Hand in Schüttbehältern transportieren. Bei größeren benötigten Mengen, also beispielsweise bei Pelletheizungen, können die Presslinge über Transportschnecken vollautomatisch vom Lagerraum in den Brennraum befördert werden.

Pellets für den Ofen – ohne Qualität wird es häufig nicht warm

Genauso, wie man beim Brennholz auf die Holzart achten sollte, weil es hier unterschiedliche Qualitäten gibt, so sollte man bei Holzpellets ebenfalls auf Qualitätsmerkmale achten. Die Holzart ist bei diesem Produkt natürlich nicht mehr zu erkennen. Es gibt jedoch eine DIN-Zertifizierung für Holzpellets, die in gewissem Maße als Qualitätsgrundlage dient. Besonders gute Qualität erhält man mit Holzpellets, die der DINplus-Norm entsprechen. Die Werte übersteigen hier die Vorgaben der DIN-Norm.

Staatlich autorisierte und unabhängige Prüfstellen sorgen durch unangemeldete Kontrollen auch nach der Zertifizierung dafür, dass die Einhaltung dieser Norm nicht nur auf dem Papier existiert.

Zu den wichtigsten Eigenschaften von Holzpellets gehört beispielsweise die hohe Abriebfestigkeit, beziehungsweise ein besonders niedriger Abriebwert. Je niedriger der Abriebwert, desto weniger Feinstaub entsteht. Saubere Rauchgase und ein besonders hoher Wirkungsgrad sind hier die Folge. Eine hohe Rohdichte garantiert außerdem, dass die Pellets über ein hohes Volumengewicht verfügen und damit mehr Energie liefern. Schließlich ist auch noch ein geringer Feuchtigkeitsgehalt ein Garant für eine hohe Qualität der Holzpellets.