Gesetzliche Vorschriften für den Kaminschacht

Der Aufbau eines Kaminschachtes erfordert einiges an Wissen. Die im Folgenden gegebenen Tipps und Hinweise können dabei nur Anhaltspunkte sein. Da die Bestimmungen beim Bau von Kaminen sich immer wieder ändern und sich auch regional unterscheiden können, ist es sinnvoll, beim Neubau eines Kaminschachtes, beziehungsweise bei der Wiederinbetriebnahme eines alten Schachtes, Kontakt mit dem Bezirksschornsteinfeger aufzunehmen. Dieser kann in der Regel über die aktuellen und regionalen Vorschriften Auskunft geben. Im Folgenden werden einige allgemeine Informationen zum Kaminbau mit Kaminschacht aufgezeigt.

Einsatz von Plewa-Rohren im Schornstein

Möchte man einen Kaminschacht mauern, dann werden dafür in der Regel sogenannte Kaminsteine verwendet. Diese sind für das Bauen eines Kaminschachtes zugelassen. Früher wurden Kamine auch mit Feldbrand oder Klinker gemauert, doch dies entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften. Auch die Verwendung von Mantelsteinen, die vor ein paar Jahren noch verwendet werden durften, ist heute nicht mehr gestattet.

In den gemauerten Kamin kann ein Tonrohr eingesetzt werden. Dieses wird, nach einer Herstellerfirma, auch allgemein als Plewa-Rohr bezeichnet. Das Rohr ist quadratisch oder rechteckig und hat abgerundete Kanten. Es kann direkt mit in den Kamin eingebaut oder aber auch nachträglich eingesetzt werden. Das ist sinnvoll, wenn der bestehende Kaminschacht einen zu großen Querschnitt für die gewählte Befeuerungsart hat. Oftmals muss diese Maßnahme ergriffen werden, wenn man in einem früher mit Öfen beheizten Haus nur noch einen kleinen Kaminofen anschließen möchte. Der Zwischenraum, zwischen dem Plewa-Rohr und dem gemauerten Kaminschacht, wird dann mit einem speziellen Granulat ausgefüllt.

Kleine Module mit großem Effekt für den Schornstein

Ein Kamin muss mit zwei Öffnungen, beziehungsweise Klappen, versehen sein. Im unteren Bereich befindet sich die Reinigungsklappe, durch die der Ruß entfernt werden kann. Besteht vom Dach aus kein Zugang zum Kamin, dann wird auf Höhe des Dachbodens oder Speichers eine Revisionsklappe eingesetzt. So hat der Schornsteinfeger die Möglichkeit, den Kamin mit einem Kaminbesen zu reinigen. Auch die Revisionsöffnung ist beim Bau eines Kaminschachtes vorgeschrieben.

Wenn der Kaminschacht nicht vernünftig zieht, das heißt, dass der Rauch nicht problemlos nach oben abgezogen wird, dann kann man sich durch einen sogenannten Zugstein helfen. Dieser wird oben auf den Kamin aufgesetzt und hat auch zu den Seiten kleine Öffnungen.

Hat der Kamin einen recht großen Querschnitt, so kann es vorkommen, dass Regenwasser von oben in den Schacht eindringt. Hier kann man mit einer sogenannten “Welle” Abhilfe schaffen. Es handelt sich dabei um ein Blech welches mit etwas Abstand zur Kaminöffnung wie ein Dach oben auf den Kaminschacht montiert wird.

Auch in Bezug auf die Bauhöhe sind beim Kaminschacht Vorschriften zu beachten. Die Höhe über dem Dach muss, im rechten Winkel gemessen, mindestens einen Meter betragen. Dies ist dadurch begründet, dass ansonsten sogenannte Fallwinde entstehen können, die die Abluft im Kaminschacht wieder nach unten drücken.