Gemessen wird die Heizleistung eines Kamins in Kilowatt

Um beim Einkauf zu wissen, welche Heizleistung der Ofen mitbringt, wird diese in Kilowattstunden angegeben. Bei den dabei genannten Werten handelt es sich allerdings nicht um absolute Werte – wenn ein Haus nicht optimal gedämmt ist, macht ein Ofen mit hoher Heizleistung auch weniger warm. Die kW-Angabe bei einem Kamin bezieht sich nämlich auf die Werte, mit denen das jeweilige Modell seine Typprüfung nach DIN bestanden hat. Das heißt, die angegebenen kW-Werte sind die Werte, bei denen die Prüfung durch den TÜV beziehungsweise RHEINBRAUN durchgeführt wurde. Deshalb ist diese Angabe eben nicht absolut, sondern kann sich je nach Betrieb auch ändern.

Bei der Heizleistung kommen viele Faktoren zusammen

Die typische Heizleistung von einem Kamin liegt heute zwischen circa drei und zwölf kW. Doch sagt diese natürlich noch nicht viel darüber aus, wie hoch die Heizleistung dann letztendlich beim Betrieb tatsächlich ist. Schließlich kommt es hier nicht nur auf den Kamin allein an. Auch die Befeuerung spielt eine Rolle und zusätzlich sind die Raumgröße und die Isolierung des Hauses ebenfalls ausschlaggebende Faktoren. Trotzdem bekommt man durchaus Durchschnittswerte, mit welcher kW-Leistung wie viel Raum (in Kubikmetern) beheizt werden kann.

Heizleistung berechnen

So kann beispielsweise schon ein Ofen, dessen Wärmeleistung mit 5 kW angegeben ist, einen Raum von 120 bis 200 m³ (Kubikmeter) beheizen. Dazu wird durchschnittlich eine Holzmenge von 1,5 Kilogramm (kg) pro Stunde benötigt. Bei einem Ofen mit einer Wärmeleistung von 7 kW sind es schon 170 bis 260 m² Rauminhalt, die beheizt werden können. Dazu werden durchschnittlich 2,3 kg Holz pro Stunde benötigt. Mit 10 kW kann man schon Räume von 250 bis 420 m³ problemlos heizen, wobei rund 3,5 kg Holz pro Stunde verbrannt werden. Wichtig ist bei diesen Werten natürlich, dass es sich dabei nicht um absolute Werte handelt. Allein bei der Holzmenge ist natürlich auch die Holzsorte ein ganz entscheidender Faktor, da Hartholz wie Eiche beispielsweise eine ganz andere Wertigkeit hat als zum Beispiel weiches Fichtenholz.

Genauso wie man darauf achten sollte, keinen zu kleinen Ofen auszusuchen, so sollte man diesen auch nicht überdimensionieren. Ein zielgerichtetes Heizen ist nicht möglich, wenn schon der Raum, in dem der Ofen steht, durch den Betrieb total überhitzt wird. Hier sollte man sich unbedingt beraten lassen, um eine befriedigende Heizlösung zu finden.

Ein Rechenexempel zur Ermittlung der Heizleistung eines Ofens

Die Kurzbezeichnung kW steht für Kilowattstunde. Ein Watt ist eine Leistungseinheit und gibt die Leistung an, die benötigt wird, um in einer Sekunde ein Joule Energie zu erzeugen. Ein Joule ist wiederum dabei die Einheit für Energie. Eine Wattstunde bezieht sich dann nicht auf eine Sekunde, sondern auf eine Stunde und die Kilowattstunde auf das eintausendfache der Wattstunde. Die dadurch entstehende Energie, in der Maßeinheit Joule, wird wie folgt berechnet:

1 Kilowattstunde (kWh) ist gleich 1 kW x 1 h, also gleich 1.000 Watt x 1 Stunde
umgerechnet: 1.000 W x 3.600 s (Sekunden), also 3,6 x 106 J (Joule) = 3,6 MJ

Dies bedeutet, mit der Leistung von 1 kWh (einer Kilowattstunde) wird Energie von 3,6 Megajoule erzeugt.