Funktionsweise der Spaltzange

Die Spaltzange für Holzbriketts ist ein recht ungewöhnliches Werkzeug. Nicht nur durch ihre spezielle Funktion, sondern auch durch ihr Aussehen ist sie unverwechselbar.

Briketts spalten – die Funktion einer Spaltzange

Der Verwendungszweck der Spaltzange ist einfach. Sie wird dazu eingesetzt, runde Holzbriketts in Scheiben zu teilen. Dafür wird nicht allzu viel Kraft benötigt, sondern eher ein richtig eingesetzter Hebel und Druck an der passenden Position. Der Griff der Spaltzange besteht, wie die Bezeichnung Zange ja bereits vermuten lässt, aus zwei Teilen, die wie bei einer Zange angeordnet sind. Interessant ist das Aussehen des Zangenkopfes. Dieser besteht wiederum aus zwei unterschiedlichen Teilen. Ein Teil des Zangenkopfes ist rund gebogen und umschließt dadurch das Holbrikett, so weit wie möglich. Idealerweise ist dieser Teil jedoch so konzipiert, dass man nicht nur auf eine bestimmte Brikettgröße festgelegt ist. Hier muss der Hersteller einer Spaltzange den Weg zwischen einem festen Halt des Brennstoffs und einem möglichst universellen Einsatzbereich der Zange finden. Die zweite Seite des Kopfes der Spaltzange ist mit einem Dorn aus Metall ausgestattet. Dieser wird in das Holzbrikett hineingetrieben. Er ist bei den meisten Zangen verstellbar wodurch es ebenfalls besser möglich wird, diese an den Durchmesser des Briketts anzupassen.

Durch den Dorn können die Holzbriketts nun in beliebig dicke Stücke gespalten werden. Der Einsatz der Zange ist einfach und unkompliziert und soll das Spalten ohne großen Krafteinsatz ermöglichen. Eine Verletzungsgefahr ist ebenfalls so gut wie ausgeschlossen, da das einzig spitze Teil der Spaltzange, der Dorn, im Holzbrikett versenkt wird.

Spaltzange – eine junges Spezialwerkzeug

Bemerkenswert ist sicherlich die noch junge Geschichte der Spaltzange, die auch, mit der ebenfalls nicht gerade langen, Geschichte des Holzbriketts einhergeht. Diese Brikettform konnte sich nämlich erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts verbreiten. Die Spaltzange für Holzbriketts ist daher ebenfalls noch recht jung. Als Patent registriert wurde sie am 23.09.2004. Am 28.10.2004 erfolgte dann die Bekanntmachung im Patentblatt. Registriert ist die Erfindung auf den Deutschen Siegfried Künnert aus Rottenburg.

Trotz ihrer noch jungen Geschichte hat es die Spaltzange für Holzbriketts bereits geschafft, auch in standardmäßig zusammengestellte Kaminbestecke aufgenommen zu werden. Dass dies nicht grundsätzlich geschieht, ist auch darin begründet, dass ihr Einsatz zwar bei Holzbriketts überaus praktisch ist, ihr Nutzen jedoch auf diese Brennstoffart fast ausschließlich beschränkt ist. Wer seinen Ofen oder Kamin klassisch mit Kohle oder Holz anfeuert, der kann auf die Spaltzange verzichten und möchte dieses dann für ihn nutzlose Gerät natürlich ungern in einem Set mitbezahlen. Trotzdem wird die Spaltzange sicherlich in Zukunft eine immer größere Verbreitung finden, denn das Holzbrikett als Brennstoff wird immer interessanter. Holz gehört zu den regenerativen Energiequellen, die CO2-Bilanz der Holzbriketts ist ausgeglichen und sie werden zudem aus vorher ungenutzten Holzresten produziert und damit als Energiequelle immer interessanter. So ist es wahrscheinlich, dass sich auch die Spaltzange noch deutlich weiter verbreiten wird.