Funkenschutz auf dem Dach

Dass Kamine auch Gefahren bergen, ist den meisten Besitzern bekannt. Feuer ist nun einmal die Ursache für Brände, die für Sachenschäden und Menschenleben verantwortlich sind. Innerhalb des Wohnbereiches tun Besitzer eines Kamins in der Regel viel dafür, diese Gefahrenquellen zu minimieren. Dort werden höchste Sicherheitsstandards durch Bodenschutzplatten, Funkengitter, beziehungsweise Funkenglas, oder auch die richtigen Rauchrohre erreicht. Doch auch außerhalb des Wohnbereiches sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Denn auch starke Regenfälle oder sogar Dohlen können Kaminbrände verursachen, die nicht weniger Schäden anrichten wie ein “normales” Feuer im Haus selbst. Deshalb sind Sicherheitsmaßnahmen auf dem Dach so wichtig.

Auf Regenhauben verzichten und somit Gesundheitsrisiken verhindern

Früher wurden so genannte Regenhauben über dem Schornstein angebracht. Diese sollten vornehmlich dem Schutz vor Regen dienen. Inzwischen sind Schornsteine von vornehinein witterungsbeständig und Regenhauben so oder so nicht mehr zulässig sind. Durch eine Regenhaube wird eine Umlenkung des Abgasstromes nach unten bewirkt. Somit stören sie den ungehinderten Rauch- und Abgasaustritt an der Schornsteinmündung, was zu Rückstau oder Rauchbelästigungen führen kann.

Außerdem kühlen Regenhauben die Rauch- und Abgase ab, der im Abgas enthaltene Wasserdampf kondensiert und tropft ständig auf oder in den Schornstein. Dadurch kann das Mauerwerk durchfeuchten und das fördert eine Schornsteinversottung. Die austretenden Abgase müssen an der Schornsteinmündung ungehindert in den freien Windstrom gelangen können. Nur in besonderen Fällen, wie beispielsweise bei Fallwinden oder zu großen Schornsteinquerschnitten, kann eine Regenhaube erforderlich werden, um die Schornsteinmündung gegen Niederschlag zu schützen. Falls man sich als Kaminbesitzer unsicher ist, ob man eine solche Regenhaube benötigt, sollte man sich mit seinen Fragen an den Schornsteinfeger wenden.

Auch Dohlen können Kaminbrände verursachen

Eine viel größere Gefahr für einen Kaminbrand stellen Dohlen dar. Denn wenn Dohlen in den Schornsteinen nisten, ist das Leben der Hausbewohner in Gefahr. Dohlen suchen sich sehr oft Schornsteine aus, um da ihre Nester zu bauen. Die Rabenvögel werfen Zweige in den Schacht und da, wo sie sich verfangen, da wird weiter gebaut. Der Schornstein ist damit seiner Funktion beraubt. Wenn der Schornsteinfeger kommt, wird das Nistmaterial oft in großen Mengen zu Tage gefördert. Dohlen werfen Materialien, wie zum Beispiel Stöcke, Gras oder auch Moos, in den Schornstein hinein. Oftmals lässt sich aber auch Müll, wie zum Beispiel Getränkedosen und Papiertaschentücher, als genutzte Nestsubstanz finden. Damit wird das Nest so stabil, dass der Schornsteinfeger sehr viel Arbeit mit der Entfernung des Nestes hat. Dann muss Spezialwerkzeug zum Einsatz kommen, so genannte Harpunen, um das Material heraus zu bekommen, oder es werden schwere Eisenkugeln an der Kehrleine von oben in den Schornstein geworfen, um das Nest nach unten zu drücken. Die ganze Prozedur kann durchaus ein paar Stunden in Anspruch nehmen.

Den Schornstein mit einem Dohlenschutzgitter schützen

Ein wirkungsvoller Schutz wird nur durch den Einbau eines Dohlenschutzgitters erreicht. Diese Schutzgitter verhindern auch das Eindringen anderer Vögel in den Kamin. Der Dohlenschutzgitter wird an der Schornsteinmündung montiert je nach Kundenwunsch, da es verschiedene Ausführungen dieser Schutzgitter gibt. Damit die Dohlenschutzgitter Witterungseinflüssen auch über Jahre standhalten, sind diese meist aus Edelstahl gefertigt. Die Tiere können sich – anders als es bei Taubengitter ist – nicht an scharfen und herausstehenden Kanten verletzen. Sie müssen sich halt ein anders Plätzchen zum Nisten suchen.
Doch nicht jedes Dohlenschutzgitter ist für jeden Schornstein geeignet. Unterschiede liegen vor allem in der Qualität und der Bauform des verwendeten Materials, dem Verwendungszweck und der vorhandenen Bausubstanz. Auch hier gilt der Grundsatz, falls man sich als Kaminbesitzer unsicher ist, ist es am Sichersten den Schornsteinfeger zu fragen.