Feuerungsverordnung

Die vollständige Bezeichnung der Feuerungsverordnung lautet “Verordnung über Feuerungsanlagen und Brennstofflagerung”. Die Kurzbezeichnung Feuerungsverordnung (FeuVO) wird jedoch im Sprachgebrauch überwiegend verwendet. Es handelt sich bei dieser Verordnung um die rechtliche Grundlage für alles rund um das Thema Feuerungsanlagen, worunter natürlich auch Kamine und Öfen fallen. Ob diese dem Heizen, der Warmwasserversorgung oder dem Kochen dienen ist dabei unerheblich, denn die Feuerungsverordnung erstreckt sich über all diese Bereiche. Besonders die rechtlichen Aspekte für das Aufstellen von Kaminen und Öfen sowie deren Betrieb sind in der Feuerungsverordnung geregelt.

Ob die Feuerungsverordnung eingehalten wird, überprüft der Schornsteinfeger

Zuständig für die Überwachung der Einhaltung der Feuerungsverordnung ist der jeweilige Bezirksschornsteinfegermeister. In diesem Zusammenhang nimmt er auch neu gebaute oder geänderte Feuerstätten ab und prüft diese regelmäßig. Die Bauordnungen der einzelnen Bundesländer sind die Grundlage für die jeweilige Feuerungsverordnung. Dies bedeutet, dass auch die Feuerungsverordnung Ländersache ist und sich somit von Bundesland zu Bundesland unterscheiden kann. Bevor man sich also die Mühe macht, die Feuerungsverordnung zu lesen – und zu verstehen – sollte man sicher gehen, dass man auch diejenige Verordnung vorliegen hat, die für das eigene Bundesland maßgeblich ist. Besonders dann, wenn der Kaminbau aufgrund der Daten einer anderen Verordnung erfolgt, kann dies äußerst ärgerlich werden. Obendrein kann dies auch unnötig teuer sein, denn es kann schnell passieren, dass für den Betrieb des Kamins erst ein Umbau erforderlich ist.

Im Folgenden werden kurz die Feuerungsverordnungen einzelner Bundesländer genannt:

Die Feuerungsverordnung für das Bundesland Nordrhein-Westfalen (FeuVO NRW) ist am 11. März 2008 in Kraft getreten. Änderungen erfolgten zum 1. März 2000 und zum 12. Dezember 2006. Diese Feuerungsverordnung umfasst insgesamt fünfzehn Paragraphen, von der Einschränkung des Anwendungsbereiches bis zum Inkrafttreten und Außerkrafttreten. Die Versorgung mit Verbrennungsluft und die Abgasanlagen sind dabei ebenso Thema wie die Aufstellung der Feuerungsstätte und die dafür geeigneten Räume oder zur Lagerung unterschiedlicher Brennstoffe und der Pflicht zu Prüfungen durch den Bezirksschornsteinfeger.

Die Feuerungsverordnung für Hessen trat erst am 3. Februar 2009 in Kraft und dürfte damit eine der jüngeren FeuVo’s in Deutschland sein. Auch sie umfasst fünfzehn Paragraphen, welche denen der oben genannten recht ähnlich gestaltet sind. Teilweise finden sich jedoch auch Abweichungen in der Bezeichnung.

Weitere Verordnungen sind zum Beispiel die FeuVo Berlin vom 31. Januar 2006, die BremFeuVo für Bremen vom 18. Februar 2000 und die FeuVo M-V für Mecklenburg-Vorpommern vom 18. April 2006. Einige der Verordnungen sind im Internetauftritt des jeweiligen Landes als PDF hinterlegt und können so von Interessierten kostenfrei heruntergeladen werden. Auf diese Weise kann man sich schon einmal selbst informieren, verbliebene offene Fragen kann dann sicherlich der Bezirksschornsteinfeger klären.