Ein ganz individueller Kamin vom Fachmann gebaut

Man kann sich seinen Ofen aus dem Baumarkt kaufen, im Internet bestellen und auch auf dem Flohmarkt ergattern. Man kann ihn sich aber ebenfalls von einem Ofenbauer anfertigen lassen und bekommt dafür einen Ofen mit ganz persönlichem Charakter.

Ofenbauer verstehen etwas von ihrem Handwerk

Der Beruf des Ofenbauers ist mit Tradition und hohen handwerklichen Fähigkeiten verbunden. Schon allein deshalb sollte man für den Bau eines Kaminofens einen Fachfachmann zu Rate ziehen. Andernfalls können schon bei der Abnahme des Gerätes und natürlich später auch beim Betrieb des Kamins Probleme auftreten. In einigen Bundesländern ist es sogar eine Notwendigkeit, die fachgerechte Aufstellung eines Kamins schriftlich bestätigen zu lassen. Falls man sich unsicher ist, sollte man sich auf jeden Fall vorher in einem Fachbetrieb oder vom Schornsteinfeger beraten lassen.

Der Handwerksberuf Kachelofen- und Luftheizungsbauer ist ein anspruchsvoller dualer Ausbildungsberuf, in dem die Ausbildung drei Jahre dauert. Gemäß dem Ausbildungsplan soll der angehende Kaminbauer im ersten Ausbildungsjahr lernen, wie man Wandputz herstellt und sich Kenntnisse über die verschiedenen Mauersteine, Fliesen und Kacheln aneignen. Außerdem lernt er verschiedene Lötarten kennen, mit denen man diese Materialien verbinden kann. Ebenfalls zu den Inhalten im ersten Ausbildungsjahr gehört die richtige Metallbearbeitung.
Schon im zweiten Ausbildungsjahr muss der angehende Kaminbauer Kacheln, Simssteine und Rohre bearbeiten und er beschäftigt sich das erste Mal mit den verschiedenen Funktionen der Ölfeuerungsanlage. Im dritten Lehrjahr schließlich kommen das Erlernen der Bearbeitung der verschiedenen Natur- und Kunststeine und die Herstellung von Luft- und Abgasleitungen dran. Weiterhin wird auch die wichtigste Fähigkeit eines Kaminbauers vermittelt, nämlich das Anpassen des Kamins an die schon vorhandene Heiztechnik.

Von der Planung bis zum Einbau – viele Schritte hin zum eigenen Ofen

Nur mit all diesen Kenntnissen und Fähigkeiten kann der Kaminbauer beim Kunden tätig werden. Zunächst einmal muss der Kunde den Neubau, beziehungsweise den Einbau eines Kamins, in Auftrag geben. Dann muss der Kaminbauer eine erste Skizze anfertigen, bei der sowohl Kreativität, als auch räumliches Denken erforderlich sind. Ohne diese zwei Grundvoraussetzungen ist es unmöglich, den Beruf des Kaminbauers zu erlernen. Ebenfalls zu den planerischen Aufgaben gehört eine Preis-Kalkulation. Nun wählt sich der Kunde aus einer Vielzahl von Materialien seine persönlichen Favoriten aus. Der nächste Schritt ist die Beratung durch den Kaminbauer, wo sich der beste Platz in der Wohnung, beziehungsweise im Haus, für den gewünschten Kamin befindet.

Erhält der Fachbetrieb dann die Auftragsbestätigung durch den Kunden, erfolgt zunächst die Bestellung des benötigten Materials. In den meisten Fällen wird das Material dann im Fachbetrieb des Kaminbauers schon so weit vorbereitet, dass es an Ort und Stelle beim Kunden nur noch verbaut werden muss. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Kaminbauer den Kamin komplett beim Kunden installiert.
Der eigentliche und wichtigste Grund, warum man seinen Kamin von einem Fachmann installieren lassen sollte, ist, dass der richtige Umgang mit der Gefahrenquelle Feuer, ganz entscheidend ist. Vor allen Dingen in diesem Punkt unterscheidet sich der Laie vom Profi. Denn es ist oft im Radio zu hören, in der Zeitung zu lesen oder sogar im Fernsehen zu sehen, dass falsche Anschlüsse, die nicht fachgerecht montiert wurden, Kaminbrände ausgelöst haben, denen ganze Häuser, beziehungsweise Wohnungen, zum Opfer fielen. Ein fachgerecht ausgebildeter Kaminbauer, der seine Abschlussprüfung vor der zuständigen Handelskammer abgelegt hat, kann diese Risiken vielleicht nicht zu hundert Prozent ausschließen, aber er kann sie soweit minimieren, dass ein gefahrloser Betrieb des Kamins möglich ist. Dazu gehört allerdings auch, dass man den Kamin in regelmäßigen Abständen fachgerecht warten lässt.