Die Rauchrohre

Für einen optimalen und korrekten Schornsteinanschluss werden sogenannte Rauchrohre benötigt. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Mindestabstand zur Wand, der durch die Verbindungsrohre eingehalten werden kann. Das Rauchrohr ist primär für die Rauchgasführung zuständig. Dafür muss ein solches Rauchrohr über bestimmte Eigenschaften verfügen, die für eine sichere und zuverlässige Funktion unerlässlich sind.

Rauchrohr, Kaminrohr, Abgasrohr – alles das Gleiche?

Verwirrungen treten oftmals bereits zu dem Zeitpunkt auf, wenn sich die Verbraucher nach Abgasrohren umsehen wollen, die zu ihrem individuellen Innenraum passen, weil es für das Abgasrohr unzählige Bezeichnungen gibt. Oft genutzte Begriffe sind Ofenrohr, Rauchrohr, Kaminrohr oder Kaminofenrohr. Sie bezeichnen aber alle die notwendigen Rohre für den Schornsteinanschluss und so kann man getrost bei der Bezeichnung Rauchrohr bleiben. Um sich für das richtige Rauchrohr zu entscheiden, gibt es eine Art Checkliste, die man unbedingt beim Kauf dabei haben sollte.

Aluminium und Emaile war einmal – moderne Ofenrohre sind aus Stahlblech

Das Wichtigste zuerst, Rauchrohre sollten immer aus Stahlblech mit einer Stärke von ab zwei Millimeter gefertigt sein, denn dieses Material hat gegenüber allen anderen Metallen den großen Vorteil, dass es einerseits sehr stabil ist, sich aber andererseits extrem leicht verarbeiten lässt. Früher wurden Rauchrohre häufig aus Aluminium hergestellt, aber ist man dazu übergegangen, in erster Linie die Rauchrohre aus Stahl zu fertigen. Das hat vor allem den Grund, dass Aluminium den Anforderungen moderner Kamine nicht mehr standhält und nach längerer Verwendung die Gefahr besteht, dass das Material durchbrennt. Die Variante aus Stahl ist sicherer, weil sie auch starken Belastungen standhält.

Senotherm Beschichtung bei Ofenrohren

Weiterhin sollten Rauchrohre in jedem Fall über eine Senotherm-Beschichtung verfügen. In der Vergangenheit waren Rauchrohre entweder emailliert oder verfügten über gar keine Beschichtung. Es entstanden durch die hohe Erwärmung der Rohre unschöne dunkle Flecken an den Wänden. Die Senotherm-Beschichtung verhindert, dass die Rohre auch während des Betriebes zu heiß werden und somit die Wände geschützt bleiben. Außerdem hat Senotherm-Lack den Vorteil, dass kleinere Lackschäden problemlos ausgebessert werden können. Das ist bei den emaillierten Rauchrohren nicht der Fall. Emaillierte Rohre splittern sehr leicht ab und dann entstehen Kratzer, die nicht korrigiert werden können.

Zudem sollten Rauchrohre über den passenden Durchmesser verfügen. Bevor man also losgeht, um Rauchrohre zu kaufen, muss man die passenden Maße für den Kaminanschluss ermitteln. Alle gängigen Hersteller für Kaminöfen gestalten üblicherweise die Anschlüsse so, dass ein handelsübliches Rauchrohr problemlos angeschlossen werden kann, was allerdings bei gebrauchten Öfen nicht immer der Fall ist. Denn standardisierte DIN-Maße gab es im letzten Jahrhundert nicht und deshalb haben manche Öfen einen kleineren Durchmesser beim Ofenrohranschluss als heutige Kamine. Da hilft es nur den Fachmann zu fragen.

Ofenrohre regelmäßig heizen

Die Rauchrohre müssen ab und an gereinigt werden, weil ein verrußtes Ofenrohr lebensgefährlich sein kann. Vor allem, wenn man mit Holz heizt, das nicht vollständig trocken ist, besteht schneller die Gefahr, dass sich in dem Rohr ein sogenannter Glanzruß festsetzt. Dieser Ruß könnte sich entzünden und einen schwerwiegenden Schornsteinbrand auslösen. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, dass Rauchrohr immer wieder zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reinigen. Um das Rauchrohr zu reinigen, muss man es vom Kamin entfernen. Das Beste ist, bei diesem Vorgang den Boden mit Folie auszulegen, damit man sich nicht den ganzen Boden mit Ruß verschmutzt. Danach kann man alles mit dem Besen reinigen beziehungsweise mit dem Staubsauger einfach absaugen. Wenn das Rohr wieder angeschlossen wird, ist es wichtig, es mit Ofenkitt abzudichten, damit nicht beim nächsten Befeuern des Kamins der ganze Ruß in das Zimmer fliegt.

So gut man den Kaminofen auch selber reinigt, einmal im Jahr muss der Kamin durch einen Schornsteinfeger gewartet werden. Der Schornsteinfeger reinigt dabei das Rauchrohr und unter Umständen auch den Schornstein. Wenn man dem Schornsteinfeger die Arbeit etwas erleichtern möchte, kann man natürlich das Rauchrohr auch selbst reinigen. Doch der Schornstein selbst sollte tatsächlich nur vom Profi gereinigt werden.