Die Frage nach dem richtigen Brennmaterial ist eine Frage der Heizleistung

Holz ist nicht gleich Holz und Ofen nicht gleich Ofen. Wer mit Holz heizen möchte sollte sich also rechtzeitig vorab Gedanken machen, worauf er bei der Kaminauswahl achten muss und worauf bei der Auswahl des richtigen Brennmaterials. Im Folgenden wird speziell auf Scheitholz als Brennmaterial eingegangen, Holzpellets bleiben bei den Betrachtungen unberücksichtigt.

Nicht jedes Scheitholz passt in jede Brennkammer

Holz zählt zu den sogenannten Festbrennstoffen. Es muss also beim Kaminkauf oder -bau darauf geachtet werden, dass der Aufbau des Kamins und die Brennkammer speziell für dieses Heizmaterial konzipiert sind. Einige Modelle erlauben es, mit Holz und anderen Festbrennstoffen, je nach Verfügbarkeit, zu heizen. Dies kann vor allem praktisch sein, wenn man auf den Ofen als Wärmequelle angewiesen ist und ihn nicht nur als Dekoration oder wegen der Gemütlichkeit betreibt. Die Brennkammern haben für Scheitholz meist Standardmaße, sodass hier entweder Scheite mit 25 oder 33 Zentimetern Länge verwendet werden können. Beim späteren Betrieb sollte man also darauf achten, dass die Holzscheite das mögliche Maß nicht überschreiten. Doch hier greifen wir vor, also der Reihe nach:

Da beim Heizen mit Holz Kohlendioxid freigesetzt wird, ist der Betrieb eines Holzofens oder Holzkamins natürlich nur mit einem geeigneten Rauchabzug beziehungsweise Schornstein erlaubt. Wo die Nutzung eines Kamins nicht möglich ist, kann mit Holz nicht geheizt werden und es muss gegebenenfalls auf einen anderen Brennstoff, wie zum Beispiel Bioethanol oder Gel, zurückgegriffen werden.

Hartholz besitzt den höchsten Brennwert

Beim Einkauf von Brennmaterial muss man berücksichtigen, dass Holz längst nicht gleich Holz ist. Dies wird man auch an den zum Teil recht unterschiedlichen Holzpreisen erkennen können. Eichenholz dürfte das mit Abstand teuerste Brennholz sein, hat als Hartholz jedoch auch den höchsten Brennwert. Günstiger sind beispielsweise Fichten- oder Kiefernholz, die dafür jedoch auch einen geringeren Brennwert aufweisen und wegen ihrer offeneren Struktur nicht so lange brennen wie das Eichenholz.

Holz braucht Platz zum Lagern

Wichtig ist auch, darauf zu achten, dass für das Heizen mit Holz unbedingt genügend Lagerfläche zur Verfügung stehen muss. Holz muss außerdem trocken gelagert werden. Wer selber Holz schlägt muss entsprechenden Platz zur Verfügung haben, um das Holz erst einmal durch langfristige Lagerung zu trocknen.

Beim Verbrennen von Holz darf übrigens nicht jedes Holz verwendet werden. Günstige “Holzabfälle” dürfen daher in der Regel nicht verwertet werden. Dies gilt insbesondere für Holz welches lackiert, imprägniert oder beschichtet wurde. Auch Spanplatten sind tabu. Unbehandeltes Holz kann jedoch problemlos verwendet werden. So dürfen zum Beispiel auch Holzspäne aus der Tischlerei durchaus verwendet werden.

Wer mit Brennholz heizen möchte muss außerdem berücksichtigen, dass die Holzscheite selbst kaum zu entfachen sind. Für das Anheizen des Kaminofens ist es also erforderlich, Hilfsmittel zur Verfügung zu haben. Hierzu zählen zum Beispiel grobe Holzspäne oder kleine Reststücke (Anmachholz), spezielle Kaminanzünder oder auch Papier und Pappe.

Hat man all diese Aspekte berücksichtigt, so ist das Heizen mit Holz eine der gemütlichsten Wärmequellen überhaupt. Das prasselnde Feuer, die herrlichen Flammen und das Knacken des duftenden Holzes sind für viele Menschen besonders reizvoll.