Der Schürhacken – ein Allrounder für die Bedienung des Ofens

Schon zur Jungsteinzeit – als die Bandkeramik in Europa sesshaft wurde – gab es Öfen. Diese verdankt ihre Bezeichnung den bandartigen Verzierungen auf verschiedenen keramischen Gefäßen. Mit Sicherheit ist auch zumindest die Idee des Schürhakens genauso alt. Der Grund dafür ist, dass es bereits damals sinnvoll gewesen ist, ein Werkzeug zu haben, mit dem man die Lage des brennenden oder glühenden Materials im Ofen verändern konnte, ohne sich selbst der Gefahr einer Verbrennung auszusetzen.

Ob Schürhacken oder Schürstange – aber immer aus robusten Metall

Bis heute hat sich der Schürhaken zu einem gut durchdachten Werkzeug entwickelt und ist aus dem Kaminbesteck nicht mehr wegzudenken. Unabhängig davon, ob der Schürhaken für einen Holz- oder Kohleofen verwendet werden soll, ist er in der Regel aus nicht brennbarem Metall gefertigt worden. Hieraus ist die Bezeichnung Schüreisen entstanden. Auch der Begriff Schürstange wird wegen seiner Länge für den Schürhaken gern verwendet.

Der Schürhacken – von seinem Aufbau einfach unverwechselbar

Der Schürhaken hat eine recht einprägsame Form wegen seines Aufbaus. Aus diesem Grund wird er selten verwechselt. Am hinteren Ende befindet sich der Griffbereich, versehen mit einer Öse, an der er aufgehängt werden kann. Durch die Länge des Schürhakens ist die Hand hier schon recht gut vor Feuer und Glut geschützt. Grundsätzlich wird der Schürhaken aus Metall produziert. Wird bei der Herstellung der Griff nicht gesondert isoliert, so würden die Anwender die Hitze durch die Wärmeleitung des Metalls deutlich spüren können und sich eventuell daran verletzen können. Deswegen sind viele Schürhaken am Griff auch mit Leder bezogen oder mit Holz umschlossen. Der Schaft dient in erster Linie dazu, dass man mit den Händen nicht in die Nähe der Glut gelangen muss, um diese zu bewegen. Dadurch kommt man mit der Hand dem Hitzebereich von Feuer und Glut weniger nah. Wichtig ist, dass der Schürhaken in seiner Länge zu seiner Verwendung passt. In einem großen Ofen ist ein kurzer Schürhaken kaum nützlich. In einem kleineren Ofen ist ein zu langer Schürhaken wiederum ungünstig, da man mit ihm schlecht im Ofen arbeiten kann. Die Spitze bei neueren Modellen hat mindestens einen Zinken, meist sind es sogar mehrere. Dabei ist die Spitze so geformt, dass man das brennende Material auch zu sich heranziehen kann. Es ist hier mindestens ein Zinken im rechten Winkel gebogen. Mitunter ist auch die Spitze des Schaftes s-förmig gebogen, das heißt erst leicht zurück und dann im Bogen nach vorn.

Schürhaken werden heute in unterschiedlichen Formen produziert. Sie sind mal länger, mal kürzer, mal mächtig, mal filigraner, handgeschmiedet aus Eisen oder aus Edelstahl produziert. Es gibt sie entsprechend in glänzender Stahloptik, in schwarz oder anthrazit. Der Griff besteht in manchen Fällen lediglich aus dem an dieser Stelle verdickten Schaftmaterial. Mitunter ist er zusätzlich verziert, zum Beispiel durch Chrom. Auch Holzgriffe sind häufig anzutreffen. Zum Teil haben Schürhaken am hinteren Ende eine Öse, sodass man sie an einer dafür vorgesehenen Halterung aufhängen kann. Einfache Modelle sind bereits für unter fünf Euro erhältlich. Dabei handelt es sich um einen dünnen Stahlhaken mit einfacher Spitze und einem zur Öse gebogenen Ende ohne einen besonders ausgeprägten Griff. Durch das dünne Material ist sie jedoch nur bei sehr kleinen Öfen mit einer ohnehin vergleichsweise geringen Wärmeentwicklung zweckerfüllend.